Pätzold, Kurt: Gefolgschaft hinterm Hakenkreuz

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Beschreibung


edition ost/Verlag am Park 2017 · 360 Seiten


Zwanzig Kapitel zu zwölf Jahren deutscher Geschichte

Der international bekannte Faschismus- und Holocaust-Forscher Kurt Pätzold untersucht das Verhältnis von deutschem Volk und faschistischer Führung. Bei den einen waren die Deutschen Verführte, bei den anderen willige Vollstrecker. Mehrere Generationen von Forschern, Historikern, Soziologen und Psychologen haben untersucht, was da zwischen 1933 und 1945 mit den Volksmassen passiert ist. Auch durch sie? Für die meisten Forscher waren sie nur Objekte, nie Subjekte, die mitverantwortlich gewesen wären für Judenverfolgung, Unterdrückung, Völkermord und Krieg. Es gibt bis heute keine geschlossene Abhandlung, in der die Geschichte der Massengefolgschaft von ihrer Entstehung bis zu ihrem Zerfall Schritt für Schritt dargestellt worden wäre und auf die verwiesen werden könnte. Vielleicht fürchtete man die Antwort auf die zwingende Frage nach dem eigenen Zutun des Volkes, das meist doch eine idealistische Aura trägt. Der marxistische Historiker Pätzold hat sich am Ende seines Lebens überwunden und sich bei diesem Thema auch selbstkritisch befragt. Es geht um Mitläufertum, um die Stützen der Nazidiktatur, denn auch “das Volk” war Träger und Nutznießer dieses Systems. Es waren nicht nur Naivität, Gutgläubigkeit, Irrtum, Dummheit, Täuschung, Betrug und Raffinesse im Spiel. Was also ist da passiert? “Was ist die Volksstimmung?”, fragte Victor Klemperer am 30. August 1940 in seinem Tagebuch. “Das unlösbare Rätsel.” Pätzold versucht es zu lösen.

Zusätzliche Information

Gewicht458 g